Lade Veranstaltungen
Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

1700 Jahre jüdisches Leben in DeutschlandDie Veranstaltung kostet nichts, für die Teilnahme ist aber eine Anmeldung notwendig

Veranstalter sind:

widmet sich am Freitag, 17.09.2021, 19:00 Uhr, in der Stadthalle in einem literarischen Kammerkonzert Texten jüdischer Autoren und Autorinnen deutscher Sprache.

  • Roman Knizka
    Schauspieler (bekannt aus zahlreichen Fernsehfilmen);
  • Bläserquintett „Ensemble Opus 45“
    Das Bläserquintett beschreitet seit einiger Zeit mit dem Schauspieler Roman Knizka neue, disziplinübergreifende Wege.

Am Ende des knapp zweistündigen Programms gibt es einen Sprung in die Gegenwart. Wie gestaltet sich heute, 75 Jahre nach dem Holocaust, jüdisches Leben in Deutschland? Den musikalischen Teil des Abends bilden Werke jüdischer Komponisten, z. B. von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Alexander Zemlinsky, Jacques Ibert, Endre Szervánszky, Pavel Haas und György Ligeti.

Vor 1700 Jahren begann die jüdische Gemeinschaft nachweislich damit, auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ihre Heimat zu suchen. Das Jahr 321, aus dem die älteste überlieferte Urkunde einer jüdischen Ansiedlung in Köln stammt, ist der historisch belegte Beginn einer komplexen und wechselvollen jüdisch-deutschen Beziehung, geprägt von Zeiten der Blüte, aber auch von Hass und Gewalt.

Knižka liest aus Texten jüdischer Autoren und Autorinnen, darunter Moses Mendelssohn, Rahel Levin Varnhagen, Heinrich Heine, Ludwig Börne, Else Dormitzer, Anita Lasker-Walfisch und Mascha Kaléko. Neben den literarischen Werken stehen autobiographische Texte von in der Öffentlichkeit unbekannten deutschen Juden aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Diese Berichte aus dem Alltagsleben zeigen Glanz und Elend der jüdischen Emanzipation, die nicht selten mit einem als schmerzlich empfundenen Identitätsverlust einherging. Sie veranschaulichen die faszinierende Vielfalt jüdischen Lebens auf deutschem Boden und berichten von der Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung deutscher Juden unter dem NS-Regime.

Die Veranstaltung kostet nichts, für die Teilnahme ist aber eine Anmeldung notwendig

Veranstalter sind:

Flyer der Veranstalter in Wetzlar
Zurück zur Veranstaltungsübersicht