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Anlässlich der reichsweiten Schändung der Synagogen, der Zerstörung jüdischer Geschäfte und Einrichtungen, sowie der Verfolgung von jüdischen Mitbürgern während der Reichspogrome im November 1938 wird auch in Wetzlar eine Gedenkfeier ausgerichtet. Sie findet am Ort der ehemaligen Wetzlarer Synagoge in der Pfannenstielsgasse statt, die in der Nacht zum 10. November 1938 zerstört wurde. Ein Abbrennen des Gebäudes – wie es an vielen anderen Orten geschehen ist – verhinderte der benachbarte Brauereibesitzer Waldschmidt, der ein Übergreifen des Feuers auf seine Häuser befürchtete. Aber die Zerstörung der Einrichtung sowie der Wohnung des über der Synagoge wohnenden jüdischen Kultusbeamten erfolgte durch die SA.

Das baufällig gewordene Haus wurde – auf Beschluss des damaligen Magistrats – 1956 abgerissen. Heute befindet sich dort eine Gedenktafel, vor der die Gedenkfeiern stattfinden.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Gedenkveranstaltung für den 9. November 2020 abgesagt.

Statt dessen wird im engsten Kreis der Veranstalter (Magistrat der Stadt Wetzlar und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gießen | Wetzlar) ein Kranz an dem Gedenkort niedergelegt.